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5 ehrliche Tipps für Nähanfänger

by Aurelia-

Die größte Hürde, wenn man etwas neues beginnen will, ist oft oft das Beginnen selbst. Nicht von ungefähr kommt der Spruch „Aller Anfang ist schwer.“ Vor einem liegt ein völlig unbekanntes Gebiet mit so vielen Stolpersteinen und nicht abschätzbaren Widrigkeiten, dass viele schon allein bei der Vorstellung kapitulieren, was alles schiefgehen KÖNNTE. Mit dem Nähen geht es den meisten nicht anders.

Deshalb gibt’s hier mal 5 ehrliche Tipps für den Nähanfang.
Tipps für Nähanfänger, Blaues Nähzubehör

1. Aller Anfang ist schwer: Lass dich nicht entmutigen.
Am Anfang wirst du Fehler machen und du wirst bei etlichen Arbeitsschritten Probleme haben, die es zu lösen gilt. Es wird viel Zeit und Übung kosten bis du endlich genügend Routine hast und nicht mehr über jeden Handgriff nachdenken musst. Du wirst fluchen, mit deiner Nähmaschine über ihre mangelnde Kooperationsbereitschaft diskutieren und dir beim Handnähen zigmal in den Finger stechen.
Aber du kannst beruhigt sein: Das ist alles völlig normal für den Lernprozess und es gibt schließlich ein Licht am Ende des Tunnels. Irgendwann wird es dir nämlich leichter von der Hand gehen und die Freude darüber etwas gemeistert zu haben entschädigt für so manchen entnervten Abend den du im Monolog mit deiner Nähmaschine verbracht hast.
Und was die Fehler angeht: Lass dich von der Angst etwas falsch zu machen nicht ausbremsen! Es gibt schließlich den Auftrenner, um eine falsche oder unsaubere Naht zu lösen. 😉

 

2. Das erste Projekt muss kein Kissenbezug sein.
Wenn du das Internet fragst, was du als erstes Nähprojekt wählen sollst, werden dir die meisten Leute raten: „Näh am Anfang etwas leichtes, einen Kissenbezug oder so!“
Ich sage dir, dass kommt ganz auf dich an. Wenn du wirklich einen Kissenbezug machen möchtest, dann näh einen Kissenbezug! Wenn du aber, wie ich damals, zu nähen anfängst, weil du dir unbedingt ein Kleid nähen möchtest und du bereit bist dich durchzubeißen, dann näh ein Kleid!
Nimm dir ein Projekt vor, das dich wirklich motiviert!

 

3. Du musst nicht unbedingt einen Nähkurs machen.
Es wird außerdem Leute geben, die dir sagen du müsstest erst einen Kurs machen. Grundsätzlich ist ein solcher Kurs nicht schlecht, du bekommst dort das nötige Grundwissen vermittelt, kannst Fragen stellen und unter Anleitung deine ersten Schritte machen. Aber von „müssen“ kann dennoch nicht die Rede sein. Wenn du – wie ich – eher nicht der Typ für solche gemeinschaftlichen Lernaktivitäten bist oder dir vielleicht das Geld dafür fehlt, dann wirst du auch im Internet Unmengen an Tipps und Tutorials finden, die dir weiter helfen. Natürlich erfordert das Eigeninitiative.

Tipps für Nähanfänger von Aurelia Creative

4. Hol dir eine ordentliche Nähmaschine oder versuch dir eine zu leihen!
Die Nähmaschine ist beim Nähen das zentrale Werkzeug, um das man immer herumeiert und das es zu beherrschen gibt. Es gibt in meinen Augen daher nichts nervigeres und demotivierenderes, als wenn diese Maschine nicht tut, was sie soll und man ständig mit technischen Problemen zu kämpfen hat, das gilt besonders für Nähanfänger.
Ich werde dir hier keine Nähmaschinenkaufempfehlung geben, denn dazu wendest du dich am besten an ein Fachgeschäft in deiner Umgebung und lässt dich dort individuell beraten.
Wichtig ist aber, dass du weißt: Eine ordentliche Maschine muss nicht das neueste, auch nicht das teuerste Modell sein, dass du finden kannst und schon gar nicht muss sie hundert verschiedene Stiche und Funktionen haben.
Eine ordentliche Maschine sollte in meinen Augen vier Dinge können: vorwärts, rückwärts, Zickzack und einfaches Knopfloch
Alles andere ist zwar ganz nett aber nicht unbedingt nötig.

 

5. Kauf nur das Nähzubehör, das du wirklich brauchst.
Es gibt so viele verschiedene „10 Dinge, die du dir als Nähanfänger kaufen solltest“-Empfehlungen im Internet und Nähanfänger-Sets in diversen Nähläden. Das meiste davon ist für den Nähanfang aber gar nicht nötig bis hin zu völliger Schwachsinn. Kauf dir keine Nähgarnssets im Supermarkt und keinen ach so „obligatorischen“ Rollscheider. Kauf nur die Utensilien, die du für dein bevorstehendes Projekt brauchst! Du kannst dir sicher sein, dein Nähkästchen wird auch auf diese Weise schnell genug füllen.

 

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesen fünf ehrlichen Tipps für Nähanfänger ein wenig die Angst vor Startschwierigkeiten nehmen und dir etwas Mut zusammen mit einigen hilfreichen Anregungen für deinen Nähanfang mit auf den Weg geben.
Hast du noch Fragen? Dann hinterlass hier einen Kommentar oder schreib mir direkt!

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Hab noch einen kreativen Tag!

2 Comments

  1. Nria

    Das sind super Tipps!

    Einen würde ich noch ergänzen:
    Mach lieber langsam und ordentlich als schnell und schludrig. „Einmal langsam genäht“ geht schneller als „dreimal schnell genäht und zweimal wieder aufgetrennt“. Und ein unsauberer Zuschnitt macht später gern Schwierigkeiten beim Nähen. Sorgfalt lohnt sich!

    18 . Mai . 2017
    • Aurelia

      Stimmt, da hast du recht. Das ist eine Regel die auch für Fortgeschrittene gilt. Ich übernehme sie gerne in einem der nächsten Näh.
      1×1-Beiträge. 🙂

      18 . Mai . 2017

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